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Das Projekt "DENDROM"

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Autor (-en):
Prof. Dr. Dieter Murach, Lisa Knur
Fachhochschule Eberswalde
Kontakt:
Zusendung am:
14.02.2007
Einstellung am:
21.02.2007
Dokumenttyp:
für das Internetportal "Wald & Klima" zur Verfügung gestellter Überblick zum Projekt
Zusammenfassung:
Verschiedene Institutionen aus Brandenburg, Berlin und NRW arbeiten unter der Leitung von Prof. Murach von der FH Eberswalde⁄LFE Eberswalde an Konzepten und Strategien zur vermehrten Bereitstellung von holzartiger Biomasse (DENDROMasse) für die stoffliche und energetische Nutzung. Sie sind zusammengeschlossen in dem Verbund-Forschungsprojekt DENDROM, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt wird. Sie arbeiten eng mit der Industrie und der Land- und Forstwirtschaft zusammen, u.a. auch mit der Volkswagen AG und der CHOREN Biomass GmbH. Die Laufzeit des Projektes beträgt 3 Jahre (Juni 2005 - Mai 2008).
Die Wissenschaftler haben damit die Möglichkeit, ökonomische, technische und ökologische Fragen der Aktivierung von bisher nicht genutzten Holzreserven aus den heimischen Wäldern und zum Anbau von Agrarholz auf landwirtschaftlichen Flächen intensiv zu untersuchen. Diese Ergebnisse werden dringend gebraucht, um die beginnende Holzknappheit in Deutschland in den Griff zu bekommen. Die Wissenschaftler gehen mit ihrem Projekt die Probleme des 21. Jahrhunderts an: Knappheit der Ressourcen, Substitution der fossilen Energieträger, insbesondere Öl und Verminderung des Klimakillers CO2.

DENDROM - Zukunftsrohstoff Dendromasse

Systemische Analyse, Leitbilder und Szenarien für eine nachhaltige energetische und stoffliche Verwendung von Dendromasse aus Wald- und Feldgehölzen

Logo des DENDROM-Projektes

Logo des Projektes

Hintergrund

Angebot und Nachfrage nach holzartiger Biomasse (DENDROMasse) divergieren zunehmend. Neben der direkten Nutzung von Holz für die Wärme- und Stromerzeugung gewinnt Dendromasse perspektivisch auch für die Herstellung von Biokraftstoffen aus Synthesegasen (Biomas-to-Liquid- oder BtL-Kraftstoffe) an Relevanz. Diese Entwicklung führt in der Konsequenz zu einer steigenden Nachfrage nach Holz mit - im Vergleich zur stofflichen Nutzung - geringeren Qualitätsansprüchen und niedrigerem Preisniveau für die direkte (Strom, Wärme) oder indirekte (Biotreibstoffe) energetische Nutzung. Die Angebotsseite dagegen tendiert zu einer Abnahme dieser Sortimente. Der Grund liegt im ökologisch begründeten Paradigmenwechsel bei forstpolitischen und waldbaulichen Zielen hin zu naturnah ausgerichteter Waldbewirtschaftung, bei der geringwertige Holzsortimente kaum noch in ausreichender Menge zur Verfügung anfallen.

Bilder von einer Energieholzplantage



Ziele

Ziel des vom BMBF geförderten Forschungsvorhabens DENDROM ist die systemische Analyse und die Entwicklung von Leitbildern und Szenarien einer nachhaltigen energetischen und stofflichen Verwendung von DENDROMasse aus dem Wald und von Feldgehölzen auf landwirtschaftlichen Flächen. Hierbei arbeiten verschiedene Forschungsinstitutionen (interdisziplinärer Ansatz) und die in der Praxis der Dendromasseproduktion und -verwertung beteiligten Gruppen (transdisziplinärer Ansatz) zusammen.
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Zentrale Fragen

  • Welche Reserven gibt es beim Energieholz aus dem Wald und wie können diese bei den öffentlichen und privaten Besitzern in nachhaltiger Form bereitgestellt werden?
  • Kann der Anbau schnellwachsender Gehölze (Pappel, Weiden, etc.) im Kurzumtrieb (bis 20 Jahre) auf landwirtschaftlichen Flächen (Agrargehölze) einen wesentlichen Beitrag zur ökologischen, sozial verträglichen und ökonomisch tragfähigen Bereitstellung von Dendromasse leisten und die klassischen Quellen Wald(rest)holz, landwirtschaftliche Biomasse und biogene Abfälle ergänzen.
  • Welche Eignung besitzen Feldgehölze im Vergleich zu anderen Biomasseträgern, den sich z.T. widersprechenden Ansprüchen einer Extensivierung der Landnutzung (Bodenschutz), einer Intensivierung der Biomassenutzung (Einsparung fossiler Energien und Klimaschutz), einer Erhöhung der Biodiversität (Artenschutz) und einer Erhöhung der regionalen Wertschöpfung (Arbeitsplätze) gerecht zu werden?
  • Welche politischen, legislativen und sozioökonomischen Rahmenbedingungen sind bei der Dendromasseproduktion zu beachten, und welche gesellschaftspolitischen Instrumente werden benötigt, um sie effektiv zu fördern?

Projektstruktur

Die Projektpartner arbeiten interdisziplinär an spezifischen Fragestellungen. In den thematischen Säulen werden in einem ersten Schritt die Teilergebnisse zu den Themen Produktion, Technik⁄Logistik, Ökologie⁄Naturschutz und Ökonomie⁄Gesellschaft integriert.

Module des Projektes DENDROM

Module des Projektes DENDROM
(für größere Darstellung Abbildung anklicken)

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Partner

Hochschulen:
FH Eberswalde, BTU Cottbus, TFH Wildau

Forschungsinstitute:
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW),
Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim (ATB),
Internationales Institut für Wald und Holz Münster (IIWH),
Landesforstanstalt Eberswalde (LFE),
Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF),
Potsdam Institut für Klimafolgeforschung (PIK),
Kompetenzzentrum Hessen Rohstoffe (HeRo)


Netzwerke:
Fördergesellschaft erneuerbare Energien (FEE),
Brandenburgische Energie Technologieinitiative (ETI)

Industrie:
Volkswagen AG (VW), Choren Biomass GmbH (CHOREN)

Landwirtschaftliche Betriebe:
Energieholz Dr. Falk Brune, Gut Lindhorst KG, Bernhard und Michael Kloas

Kontakt

Fachhochschule Eberswalde - FB1
DENDROM
Alfred-Möller Str. 1
16225 Eberswalde

Tel.: (0049)-(0)3334 - 65 466⁄467
Fax: (0049)-(0)3334 - 65 428

e-mail: » dendrom(at)fh-eberswalde.de

Weiterführende Informationen zum Projekt finden Sie auf der Internetseite zum Projekt unter » www.dendrom.de

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