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Das Projekt "Biodiversitäts-Exploratorien"

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Autor (-en):
Prof. Dr. Markus Fischer (Projektleitung Biodiversitäts-Exploratorien, Universität Potsdam),
Dr. Dominik Hessenmöller (Fachkoordinator Wald, Max-Planck-Institut für Biogeochemie),
Dr. Simone Pfeiffer (Koordinatorin, Universität Potsdam)
Kontakt:
Zusendung am:
18.04.2007
Einstellung am:
01.05.2007
Dokumenttyp:
für das Internetportal "Wald & Klima" zur Verfügung gestellter Überblick zum Projekt

Logo des Projektes

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Im Rahmen einer Initiative zur Förderung der Forschung zur biologischen Vielfalt (Biodiversität) in Deutschland werden aktuell drei beispielhafte großskalige Langzeituntersuchungsgebiete etabliert (gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft). Sie werden als Biodiversitäts-Exploratorien bezeichnet, da sie neben Langzeitbeobachtungen auch experimentelle Arbeiten einschließen werden. In der ersten Phase der Exploratorien fokussieren die Studien auf die Beziehung zwischen Landnutzungsintensität, Biodiversitätswandel und Ökosystemfunktionen an ausgewählten Organismengruppen im Wald und Grünland.
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Biodiversität steht dabei nicht nur für Artenvielfalt von pflanzlichen und tierischen Organismen, sondern umfasst auch die Vielfalt der genetischen Differenzierung des Lebens, der biotischen und abiotischen Strukturen in Lebensräumen, sowie die Vielfalt von Lebensräumen und ganzen Landschaften. Gegenwärtig verzeichnet die Biodiversität eine generelle Abnahme aufgrund anhaltender groß- und kleinskaliger Veränderungen in der Landnutzung. So beeinflussen z.B. auch unterschiedliche Waldbewirtschaftungsformen die Biodiversität. Dabei ist aber nicht abschließend geklärt, welchen Einfluss die geregelte Forstwirtschaft auf die Artenvielfalt hat, da sich die meisten wissenschaftlichen Untersuchungen zur Biodiversität im Wald auf ungenutzte Wälder (Nationalparke etc.) bzw. Sonderformen der Waldbewirtschaftung (Mittelwälder etc.) beziehen.

Auch für Ökosystemprozesse ist die Biodiversität von Bedeutung, da Pflanzen, Tiere, Pilze und Mikroorganismen Stoffkreisläufe und die Dynamik von Ökosystemen steuern und somit Ökosystemfunktionen und Ökosystemdienstleistungen (z.B. sauberes Wasser) beeinflussen.

In diesem Projekt werden erstmals reale Landschaften untersucht und aktuell drei Exploratorien etabliert: im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin (Brandenburg), im Nationalpark Hainich und seinem Umgebung (Thüringen) und im designierten Biosphärenreservat Schwäbische Alb (Baden-Württemberg). Nach der Etablierung erfolgt die Integration weiterer ergänzender Projekte in diesen Exploratorien. Die Flächen dienen somit der gesamten deutschen Biodiversitätsforschungsgemeinschaft als stimulierende Untersuchungsplattform. Die Laufzeit der ersten Projektphase beträgt 3 Jahre (Juni 2006 - 2009).

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