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− A −


Aerosole

("Luftgetragene Teilchen"): Feste oder flüssige Stoffe im Schwebezustand, die als Kondensationskerne fungieren und in der Atmosphäre für die Wolken- und Niederschlagsbildung verantwortlich sind. Erscheinungsformen der A. sind Rauch, Staubwolken, Dunst, Nebel und Wolkenwassertröpfchen. Durchmesser: 0,001 µm bis 100 µm (in Quellgebieten: 5-100 µm, nach einem Langstreckentransport [<]1-5 µm).


Akkumulation

Anreicherung von Spurenstoffen bzw. Schadstoffen in der Luft, im Boden oder in Pflanzenteilen. Zu den in Pflanzen akkumulierenden Schadstoffen zählen Schwefel-, Fluor, Chlor- und Stickstoffverbindungen sowie Schwermetalle. Die A. in Pflanzen (Bioakkumulation) erfolgt durch Aufnahme gasförmiger Stoffe hauptsächlich über die Spaltöffnungen der Blätter, durch die Ablagerung von Sedimentationsstäuben und sog. Sekundärstäuben auf Pflanzenteilen (durch Aufwirbelung von kontaminierten Böden bei Schwermetallen und Mg) oder durch Aufnahme aus dem Boden (Cl, Cd).


Albedo

Verhältnis (in Prozenten oder in Dezimalen von 1) des von einer Fläche reflektierten Lichtes zum auftreffenden Licht. Es ist ein Maß für das Rückstrahlvermögen von nicht diffus reflektierenden, nicht selbstleuchtenden und nicht spiegelnden Oberflächen.


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Allokationsplan

Zuteilungsplan für Emissionszertifikate eines EU-Landes für eine Handelsperiode innerhalb des europäischen Emissionshandels


Annex-I-Länder

Der Annex I der Klimarahmenkonvention von 1992 listet alle Länder auf, die im Rahmen der Klimarahmenkonvention die Selbstverpflichtung zur Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2000 auf das Niveau von 1990 übernommen haben. Auf der Liste stehen alle OECD-Länder (außer Korea und Mexiko) sowie alle osteuropäischen Länder (außer Jugoslawien und Albanien). Der Begriff "Annex-I-Länder" wird daher oft synonym mit "Industrieländer" benutzt, mit "Non-Annex-I-countries" sind in der Regel die Entwicklungs- und Schwellenländer gemeint.


Annex-B-Länder

Der Annex B des Kyoto-Protokolls von 1997 listet alle Länder auf, die im Rahmen des Kyoto-Protokolls konkrete Emissionsreduktionsverpflichtungen in der ersten Verpflichtungsperiode (2008-2012) übernommen haben. Auf der Liste stehen alle Annex-I-Länder plus Kroatien, Slowenien, Monaco und Liechtenstein, jedoch ohne Weißrussland und Türkei. Der Begriff "Annex-B-Länder" wird daher ebenfalls oft synonym mit "Industrieländer" benutzt, mit "Non-Annex-B-countries" sind in der Regel die Entwicklungs- und Schwellenländer gemeint.


Anthropogen

Vom Menschen hervorgerufen oder ausgelöst. Anthropogene Umweltveränderungen sind u.a.: Ausbreitung menschlicher Siedlungsräume (Verbauung, Straßenbau, Ver- und Entsorgungsanlagen), Ausweitung von Wirtschaft und Verkehr (Fernstraßenbau, Eisenbahnbau, Flugplatzbau, Wasserwegebau), Intensivierung der Landwirtschaft (Einsatz von Düngern und Pestiziden; Monokulturen in der Land- und Forstwirtschaft), Tourismus (Sportanlagen, Skipisten, Campingplätze), stoffliche Belastung von Ökosystemen (Belastung der Luft, des Wassers und des Boden-Wasser- Systems) und nichtstoffliche Immissionen (Lärm und Strahlung).


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Assimilate

Endprodukte der Photosynthese, die in den Bau- und Betriebsstoffwechsel der Pflanze übergeführt oder in den Speicherorganen als Reservestoffe (Kohlenhydrate) abgelagert werden.


Assimilation

Allgemein: Umwandlung körperfremder in körpereigene Stoffe.
• Kohlenstoff-A. (Photosynthese): Aufnahme des CO2 der Luft und dessen chemische Umwandlung zu Kohlenhydraten mit Hilfe von Lichtenergie, Wasser und Chlorophyll (energieverbrauchender Prozess).
• Stickstoff-A.: Einbau z.B. von Nitrat.


Atmosphäre

Bis zur Thermopause etwa 80 km mächtige Lufthülle der Erde und neben Biosphäre, Kryosphäre, Hydrosphäre und Pedosphäre eines der fünf Hauptregime der Umwelt. • Troposphäre: Unterste, ca. 8-16 km mächtige Schicht (in polaren Regionen etwa 8 km, in den Tropen etwa 16 km) der Erdatmosphäre. In der Troposphäre sinkt die Temperatur mit zunehmender Höhe über Grund bis etwa 10 km (Tropopause); die Masse der Troposphäre beträgt 4,22.1018 kg = 82 % der gesamten Atmosphäre. Die bodennahe Schicht (Reibungsschicht, Grenzschicht, [planetarische] Mischungsschicht) ist meist bis ca. 1000 m hoch; oberhalb von ca. 1000 m kann die atmosphärische Strömung als unbeeinflußt von der Reibung am Erdboden angesehen werden. In der Mischungsschicht vermischen sich die emittierten Luftverunreinigungen mit der umgebenden Luft durch die thermische und mechanische Turbulenz. Zwischen der T. und der Stratosphäre liegt die Tropopause, in welcher sich der Temperaturverlauf umkehrt. Die T. enthält etwa 10 % des Gesamtozons der A.
• Stratosphäre: Luftschicht zwischen ca. 11 km und 50 km Höhe oberhalb der Troposphäre bzw. Tropopause und unterhalb der Mesospäre bzw. Stratopause. Die S. ist durch eine Temperaturzunahme nach oben charakterisiert. Ihre Luftmasse beträgt 0,91.1018 kg = 18 % der Atmosphäre. Stratosphärische Einbrüche bewirken einen Transport von O3 in die Troposphäre.
• Mesosphäre: Im Anschluß an die Stratopause folgt die Mesosphäre, in der die Temperatur bis zur Mesopause wieder absinkt.


Kritische Eigenschaften der Atmosphäre im Hinblick auf die Beeinflussung von Pflanzen:
•   Absorption von UV-Strahlung durch O3 in der Stratosphäre;
•   Absorption von IR-Strahlung durch Treibhausgase;
•   Bildung von photochemischem Smog;
•   Versauerung des Niederschlags;
•   Reinigungseffizienz von Hydroxylradikalen.


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Atmung

(Respiration): Energiegewinnung durch oxidativen Abbau energiereicher organischer Verbindungen (Kohlenhydrate, auch Fette und Proteine) in Organismen. Die A. läuft in den Mitochondrien ab.
Teilabschnitte: Glykolyse, oxidative Decarboxylierung, Zitronensäurezyklus, Atmungskette. Die Atmungsintensität wird im allgemeinen durch Immissionseinwirkungen zunächst gesteigert. Messung der A. von Blattorganen kann mit dem IRGA (= IR gas analyser) oder dem URAS (Ultrarotabsorptionsschreiber) durch Auswertung der Änderung der CO2-Konzentration als Maß der A.- Intensität (Dimension: mg CO2.[gTS]-1.h-1) erfolgen. Man unterscheidet Lichtatmung und Dunkelatmung.


Aufnahme (von Luftschadstoffen)

Die A. von gasförmigen Luftschadstoffen durch Pflanzen erfolgt vor allem über die Stomata, in wesentlich geringem Maße auch über die Kutikula und die Lentizellen. Gelöste Nähr- und Schadstoffkomponenten werden vor allem über die Wurzel, aber auch über die Blattorgane aufgenommen.


Ausgasung

(Emanation): Entweichen von Spurengasen z.B. aus dem Boden.


Für das Glossar verwendete Quellen:

Smidt, St.: Lexikon waldschädigende Luftverunreinigungen. (Hrsg. Forstliche Bundesversuchsanstalt Wien (» www.bfw.ac.at; Abruf am 01.03.2005; 15:00 Uhr).

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (» www.bmu.de; Abruf am 01.03.2005; 15:00 Uhr).

Schütt, P., Schuck, H. J., Stimm, B. (2002): Lexikon der Baum- und Straucharten. Hamburg

Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (» www.wsl.ch; Abruf am 15.03.2005; 11:00 Uhr).

BUSO Bund Solardach eG (» www.buso.de; Abruf am 01.03.2005; 15:00 Uhr).


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